Vorschule

In Hamburg gibt es diese Besonderheit, die sonst in keinem anderen Bundesland existiert: Das letzte Jahr vor der Einschulung, das Vorschuljahr, können die Kitakinder wahlweise an der Schule oder in der Kita verbringen.

Was ist nun besser für die Kinder?
Das kommt auf das Kind an – und auf die Umstände.

Wir empfehlen normalerweise die Vorschule an der Schule, wenn das Kind von einer altershomogenen Gruppe profitieren würde. Auch wenn es absehbar ist, dass ein Kind Probleme haben könnte, sich in den Schulalltag einzufügen, ist die Schulvariante manchmal sinnvoll.
Zu bedenken ist, dass Kinder, die die Vorschule an der Schule besuchen, damit auch schulpflichtig werden und an die Schulferienzeiten gebunden sind. Außerdem besteht eine schulische Vorschulklasse aus etwa 20 Kindern, die von einer einzigen Lehrkraft betreut werden.

In der Kita bleiben die Kinder ein Jahr länger in der vertrauten Umgebung und können sich freier entwickeln.
Unsere Vorschularbeit ist stark alltagsorientiert und nicht an einen starren Zeitplan wie in der Schule gebunden. Unsere Kita-Vorschulgruppe besteht meistens aus etwa 6 Kindern und den Übergang zur 1. Klasse in der Grundschule haben unsere Vorschulkinder immer gut gemeistert!

Hier ein paar Beispiele für unseren alltagsorientierten, spielerischen Ansatz, um die Kitakinder in ihrem letzten Jahr gut auf das Schulleben vorzubereiten:

kinder schreiben

Auf dem oberen Foto sind zwei Kinder zu sehen, die von sich aus beschlossen haben, die Namen der anderen Kinder (die auf dem kleinen Schränkchen stehen), abzuschreiben.
Ihr spielerisch entstandenes Ergebnis ist hier zu sehen:

schreiben2


Das  nächste Foto zeigt eine andere Art, sich der Schrift und dem Schreiben anzunähern.
Hier hat ein 4,5-jähriges Kind den eigenen Namen geknetet:

schreiben3


Auch eine geometrische Form wie das Dreieck lernen unsere Kinder nicht abstrakt kennen, sondern entdecken sie ganz konkret in ihrer Lebenswelt, etwa in einem dreieckig geschnittenen Toastbrot:

sandwich dreieck